Der Posthof ist eine bedeutende kulturelle Seltenheit, mit einer fast zur Gänze erhaltenen Bausubstanz, älter als 200 Jahre. Das Objekt wurde im Jahre 1791 vom Postmeister Josef Korb erbaut. Ursprünglich diente der Posthof als Umspannstation für Postpferdekutschen. Es befanden sich hier Ställe für 36 Pferdegespanne, Wagenschuppen und ein Heuboden. Im Laufe der Zeit entwickelte er sich zu einem beliebten Gesellschaftszentrum mit einem Restaurationsbetrieb.
Es wurden hier Konzerte, Bälle und Konferenzen veranstaltet. Im Innenraum befindet sich eine wahre Rarität. Ein gut erhaltener Saal, der so genannte Labitzsaal, mit Deckenmalereien von Josef Kramolin. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts sang hier zweimal die berühmte italienische Sängerin Angelica Catalani; ein Geigenkonzert spielte hier auch der hinreißende Virtuose Nicolo Paganini. Die Gedenktafel aus dem Jahre 1961 erinnert an den 20. Juli 1894, als im Posthof das erste mal auf dem europäischen Kontinent die Symphonie "Aus der Neuen Welt" von A. Dvořák, gespielt vom Karlsbader Kurorchester, unter der Leitung von August Labitz, erklang. Einhundert Jahre später konnte, dank der Gesellschaft Cimex, der Posthof generalsaniert werden, und das Restaurant erhielt so sein heutiges Aussehen.